Ich wünsche mir einen Opa oder eine Oma!
Ich hätte gern ein Enkelkind!

Patenschaften zwischen den Generationen
Seit einigen Wochen kommt Lena regelmäßig in den StadtTeilLaden. Sie ist gut gelaunt und freundlich, hat rundliche Körperformen, große Augen, weiche Haut. Mit offenem Blick strahlt sie die Menschen an. Niemand kann sich ihrem Charme entziehen. Menschen verschiedenen Alters und Geschlechts reagieren auf dieses Kind. „Eine ganz Süße“, hören wir immer wieder.
Aber Lena hat nur eine Großmutter, die aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, sich um ihr Enkelkind zu kümmern. Lenas Mutter weiß, dass ihrer Tochter dadurch etwas Entscheidendes fehlt. Deshalb hat sie sich im StadtTeilLaden nach einer „Ersatzoma“ erkundigt. Diese Nachfrage hat einen Stein ins Rollen gebracht ...
Wir suchen weitere Kinder, die sich eine Oma und/oder einen Opa wünschen, die/der mit Ihnen Zeit verbringt, Quatsch macht, singt, erzählt, …
Wir suchen jung gebliebene Wahl-Omas und Wahl-Opas, die gerne eine Patenschaft mit einem Kind eingehen wollen. Die „Paten-Oma“ und/oder der „Paten-Opa“ könnten Zeit mit ihrem (Wunschenkel-) Kind verbringen, mit ihm spielen, etwas erzählen, vorlesen, in den Tierpark gehen, oder, oder...
Leider wachsen in unserer Zeit viele Kinder ohne Kontakt zur Großelterngeneration auf. Sie werden erwachsen, ohne den Schatz an Wissen, Erfahrung und Zuneigung erfahren zu haben. Auch für die ältere Generation ist oft der unmittelbare Kontakt zu den Enkelkindern nicht mehr oder gar nicht gegeben. Nicht wenige Senioren, die keine Enkel haben, würden sicher gern die Freude erleben, die aus dem Kontakt zur Enkelgeneration erwachsen kann. Liest man dann noch in der WAZ vom 01. Februar 2011 vom deutschen Hirnforscher Mark Spitzner, der Umgang mit Kindern sei eine Bereicherung und ehrenamtliches Engagement sei gesundheitsfördernd, wird der Wunsch nach solchen Kontakten vielleicht noch größer.
Die Paten sind kein „Babysitterersatz“ und es darf – wenn es gelingen soll - keine einseitige Angelegenheit sein. Deshalb sollten sich auch die Eltern der „Paten-Enkelkinder“ im Rahmen ihrer Möglichkeiten einbringen: mal ein gemeinsamer Nachmittag, ein Gespräch oder Ähnliches.
Wichtig für alle Beteiligten ist, dass durch die Kontakte eine persönliche Bindung entsteht, die Freude bringt und zufrieden macht.
Begleitet werden die Patenschaften, insbesondere zu Beginn, von Mitarbeiterinnen des StadtTeilLadens Grumme. Es können Wünsche und Erwartungen aber auch Fragen und Befürchtungen besprochen und gemeinsam angegangen werden.
Wer neugierig geworden ist und Interesse hat kann sich unter der Rufnummer 0234/591214 im StadtTeilLaden Grumme, Ennepestr.1 an Frau Neufeld oder unter der Rufnummer 501033 an Frau Staric wenden.
Edeltraud Drees und Silke Neufeld